Historie

Die Anfänge

Im Jahre 1925 taten sich die Pferdefreunde Theo Peperhove, Stephan Peperhove, Stanislaus Peperhove, Bernhard Wesseling, Ewald Risse, Heinrich Hundebeck-Risse, Anton Kintrup, Alfons Henrichmann, Willi Wannigmann, Alfons Everding, Bernhard Hunde-beck, August Hundebeck, August Schulze-Relau, Ernst Niemerg, Heinz Nonhof, Hermann Schulze-Wermeling, August Frieling und Hermann Milskemper aus Nienberge zusammen und gründeten den Nienberger Reiterverein.

Auf der Gründungsversammlung wurde Theo Schulze-Hannasch zum ersten Vorsitzenden gewählt. Außerdem gehörten Bernhard Hölken, Alfons Farwick zum Hagen und Theo Kettler dem ersten Vorstand an.

Der Verein setzte sich nur aus Bauern zusammen, deren Interessen die Pferdezucht, das Reiten und das Fahren waren. Die selbst gezogenen Pferde wurden am Tag für die Arbeit auf dem Feld und dem Hof eingesetzt. Am Sonntag wurden sie vor die Kutsche gespannt, um zur Kirche zu fahren. Auch da gab es schon einen Wettbewerb, wer das schönste Gespann hatte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein auf Initiative von Alfred Leising zu neuem Leben erweckt. Erster Vorsitzender wurde 1947 Ferdinand Farwick zum Hagen.

In dieser Zeit entwickelte sich der Verein zu einem Sportverein. Während die Pferde in der Woche vor Wagen und Pflug ihre Arbeit verrichteten, konnte man sich nur am Feierabend oder an den Wochenenden dem Sport mit dem Pferd widmen. 1972 wurde das erste Turnier des Reit- und Fahrvereins Nienberge veranstaltet und es gesellten sich inzwischen auch Mitglieder aus anderen Be-rufsparten zu den Bauern. Der Reitsport entwickelte sich allmählich zum Breitensport.

Erfolgreiche Mannschaftsreiter

Der RV Nienberge nahm regelmäßig mit Erfolg an Mannschaftswettkämpfen der umliegenden Vereine teil. Sowohl die Jugend- als auch die Seniorenmannschaften waren dabei oft siegreich.


1. Platz der Mannschaft beim Wettkampf in Havixbeck mit

Ausbilder Josef Geßmann

von links nach rechts: Karin Richter (geb. Behrla), Dr. Peter Wagner, Karl-Heinz Schulze Isfort und Beate Gehmeyer

Den absoluten Höhepunkt des Reitsportjahres bildet seit je her die sogenannte Bauernolympiade im Januar in der Halle Münsterland.

Die Bauernolympiade beinhaltet einen Mannschaftswettkampf mit Kür-, Dressur- und Springprüfung der Klasse A. Alle Teilnehmer gehören zu den Mitgliedern der ländlichen Vereine im Kreis Münster. Lange vorher sind schon die Plätze für den Hauptprogrammpunkt, den Kürabend am Donnerstag ausgebucht.

 

In den Jahren 1933, 1989 und 1990 konnte der Reit- und Fahrverein Nienberge diesen Wettbewerb gewinnen.

Sieger des Mannschaftswettbewerbs um

die Wanderstandarte der Stadt Münster 1990

von links nach rechts: Ausbilder Josef Geßmann - Day Dream,

Stephanie Hundebeck - Rodessa, Karin Richter (geb. Behrla) - Petite Fleur, Angelika Geßmann (geb. Schöning) - Fire, Mechthild Geßmann - Reseda, Jürgen Geßmann - Tennessy und Andreas Geßmann - Gambrinus

Auch am Jugend- Reit- und Springturnier des Reiterverbands Münster nahmen unsere Mannschaften regelmäßig teil. Zu Beginn fanden die Wettbewerbe noch in der Halle Münsterland statt, später dann im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf.

Sieger der Wanderstandarte der Stadt Münster im Jugendwettbewerb 1990

von links nach rechts: Ausbilder Josef Geßmann - Tennessy, Sandra Köster-Matzke (geb. Köster) - Gambrinus, Michaela Unkenholz (geb. Große Wittler) - Rodessa, Sabine Holst (geb. Hundebeck) - Reseda und Jürgen Geßmann - Petite Fleur

 

Die Reitanlage

In den Jahren 1972-73 bauten die Mitglieder des Vereins in Eigenleistung ihre eigene Reithalle, damals eine der ersten im Umkreis. Initiatoren waren Alfred Leising (1. Vorsitzender) und Walter Mersmann (2. Vorsitzender).


Die Familie Hundebeck, selbst seit Generationen eine traditionsreiche Familie in Sachen Pferdezucht, Fahr- und Reitsport, stellte das Gelände für diese Reithalle in Erbpacht zur Verfügung und unterstützte den Bau tatkräftig.

Das erste Reit- und Springturnier an der fertigen Reithalle fand vom 8.-9.6.1974 statt. Organisiert und durchgeführt wurde das Turnier damals von vielen freiwilligen Helfern des Vereins, die auch heutzutage noch sehr aktiv mithelfen oder deren Kinder bzw. Enkel heute am Vereinsleben teilnehmen und es mit gestalten.

 

Organisationsteam 1974

Turnierausschuss: Walter Mersmann, Alfred Leising, Bernard Hundebeck, Hermann Kintrup, Josef Geßmann, Gerti Mersmann, Nor-bert Vogel, Marlene Blasberg

Schiedsgericht: Oberleutnant Rudigkeit, Otto Leising, August Hundebeck

Meldestelle: Marie-Luise Haschmann (Seppenrade), Marlies Eising

Hindernisbau: Oberleutnant Rudigkeit, Theo Tiggemann

Oberordner: Hermann Kintrup

Ordner: Günter Berger, Georg Bleker, Hubert Döme, Werner Eithoff, Heribert Gehmeyer, Erich Inckmann, Peter Kuldoja, Ludger Lütke Wermeling, Heinz Lutte Schelltrup, Eberhard Münsterkötter, Willi Schöning, Christoph Terlutter

 

1979 wurde die Reithalle erweitert. In diesem bis heute bestehenden Anbau sind ein kompletter Sanitärtrakt und ein Aufenthaltraum enthalten. Dieses Reiterstübchen mit Kamin und Theke ermöglichte das gemütliche Zusammensitzen und bot Platz für Schulungen und interne Versammlungen. Ebenfalls wurde ein Vorraum vor die Halle gebaut, der dazu dienen sollte, Pferde kurzfristig unterstellen zu können.

1983 wurde am Springplatz die Flutlichtanlage installiert, so dass von da an auch im Dunkeln geritten werden konnte. 1996 wurde der Einritt zum Springplatz in Form eines Fachwerkhauses gebaut und 2001 entstand, ebenfalls als Fachwerkhaus, das Richterhaus in seiner jetzigen Form und passte sich perfekt in die Landschaft ein. Es entstand eine wunderschöne Anlage mit Reithalle 20 x 40 m, Springplatz 40 x 80 m, Dressurplatz 20 x 60 m und Longierplatz.