| Feuerwehrübung |
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Täuschend echte Brandopfer Münster-Nienberge - Noch ist alles ruhig um die Feuerwache an der Kurneystraße. Die Fahrzeuge des Löschzuges Nienberge der Freiwilligen Feuerwehr stehen in den Hallen, die Wehrleute gehen ihrem Alltag nach. Eigentlich scheinbar ein normaler Dienstabend. Doch dann kommt der Alarm: Feuer auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Nienberge. Nach einer Verpuffung soll es in den Ställen und der Reithalle zu mehreren Verletzten gekommen sein. Sofort rücken die Wehrleute zum Einsatz aus. Zwei Rettungswagen des Arbeitersamariter-bundes (ASB) sind auch mit von der Partie. Vor Ort Bilder des Schreckens und der Zerstörung. Schreiende Menschen liegen in der Reithalle, das gesamte Gelände ist voller Rauch, keiner sieht mehr die Hand vor Augen. Zum Glück ist alles nur eine Übung, auch wenn der Gesamteindruck schnell vergessen lässt, dass die Wehrleute eigentlich nur proben. Denn die Organisatoren haben sich mächtig ins Zeug gelegt: Neben dem ASB beteiligt sich auch die Feuerwehr Altenberge sich an der Übung. Und damit alles möglichst realistisch wirkt, ist auch die Gruppe „Unfalldarstellung“ des Roten Kreuzes dabei. Brandwunden, verbrannte Füße oder Rauchvergiftungen werden täuschend echt von den Mimen gespielt, so dass es manchem Feuerwehrmann heiß und kalt über den Rücken läuft. Auch der Einsatzleitbus der münsterischen Berufsfeuerwehr ist vor Ort, um die freiwilligen Kameraden zu unterstützen und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte zu üben. „Bei der Übung wollen wir trainieren, wie man gemeinsam mit anderen Organisationen arbeitet“, schildert der Übungsleiter, Löschzugführer Norbert Baackmann. Denn im Ernstfall sei so ein Szenario durchaus realistisch. „Wir wollen eine Vermischung der Fahrzeuge erreichen, wie sie unter Realbedingungen auch passieren wird“, erläutert einer der Schiedsrichter der Berufsfeuerwehr. Dieses Ziel wird voll erreicht. Während die ersten Wehrleute verschüttete Personen retten, suchen andere unter Atemschutz in der Reithalle nach Verletzten. Die machen sich lautstark bemerkbar - und bleiben auch nach der Rettung bei ihrer Rolle. Manche verlieren gar gespielt das Bewusstsein. Auch der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, Dr. Ralph-Steffen Kirchner, ist vom Übungsverlauf angetan. „Unsere Intention war es, dass die Feuerwehr die Räume kennen lernt, um im Notfall schnell reagieren zu können“, erläutert er. Da sei besondere Ortskenntnis extrem wichtig. „Natürlich wollen wir keines der Pferde in Gefahr bringen, daher ist während der gesamten Übung auch keines der Tiere hier zu sehen.“ Die Mitglieder des Arbeitersamariterbundes sind ebenfalls mit der Übung zufrieden, auch wenn sie bei den acht Verletzten gewaltig in Schwitzen gekommen sind. „Wir freuen uns, dass wir das erste Mal in Nienberge bei einer Übung dabei sein dürfen“, sagt Rettungssanitäter Markus Möhlenbrock. Nur so könnten sie die Kollegen besser kennenlernen und die Zusammenarbeit verbessern. VON CLAUS RÖTTIG, MÜNSTER
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 14:56 Uhr |




